Furnas Doug

Furnas Doug

Furnas Doug – Profil

Mit 26 Jahren hat Doug Furnas das dritthöchste Gesamtgewicht in der Geschichte des Powerlifting in die Höhe gebracht – 1090 kg. Und bei einem Blick auf diesen Mann wird Ihnen der Atem stocken – sein gut definierter Oberkörper und seine Bauchmuskeln wie ein Waschbrett ergänzen sich perfekt — was nur auf sehr wenige Männer von 125 kg Körpergewicht zutrifft.

Seine Beine sind einfach enorm, mit schwellenden hinteren Oberschenkelmuskeln.
Aber Doug Furnas hat eine merkwürdige Art und Weise zu trainieren.


 

Furnas Doug – Training

PUNKT 1: Er trainiert nur an zwei Tagen die Woche!

PUNKT 2: Er macht fast überhaupt kein Zusatztraining!

Aber wie kann ein Powerlifter der Weltklasse wie dieser Mann so wenig trainieren und trotzdem einen Weltrekord nach dem anderen brechen? Seine natürlichen Erbanlagen, harte Arbeit, Willenskraft und frühere Trainingspraktiken kombinieren sich bei ihm zu diesem durchtrainierten, massig muskulösen und phänomenal starken Powerlifter.

Furnas trainiert für jede Disziplin (Kniebeuge, Bankdrücken, Kreuzheben) einmal die Woche und sagt,
seine Trainingseinheiten seien sehr intensiv. „Die meisten denken, sie trainieren hart, aber ich wette, nur etwa 5 % trainieren echt hart. Wenn ich trainiere, gebe ich wirklich auch noch das allerletzte.“

Sonntag ist für Furnas kein Tag zum Ausruhen Das ist der Tag für das Bankdrücken.
Neben dem eigentlichen Bankdrücken macht er je zwei Sätze Bankdrücken mit engem und mit weitem Griff.

Kniebeugen und Kreuzheben macht er mittwochs: Das ist alles!

Furnas gibt bereitwillig zu, dass er nicht immer so trainiert hat. Zu Beginn seiner Laufbahn als Powerlifter im Jahr 1980 hat er mit reichlich zusätzlichen Übungen trainiert.
Furnas selbst erklärt: „Zu Anfang habe ich für jede Disziplin zweimal die Woche trainiert. Das ging drei oder vier Jahre so.
Ich habe nie eine Trainingseinheit ausfallen lassen. Zusätzlich zu den eigentlichen drei Disziplinen habe ich Kurzhanteldrücken. Trizepsdrücken, Schulterpressen und Armheben nach vorn gemacht.“ Er findet, dieses Zusatztraining hat ihm geholfen, die Grundlage zu schaffen, auf der er jetzt aufbaut.

In der Zeit, in der Furnas reichlich Zusatztraining betrieben hat, hatte er oft keine Lust zum Training.
Diese negative Haltung forderte ihren Tribut und seine Fortschritte ließen nach. Da entschloss er sich, sein Training so umzustellen, dass er optimal davon profitieren konnte, ohne 90 % seiner Freizeit im Training verbringen zu müssen.
Also hat er schrittweise auf den größten Teil seiner zusätzlichen Übungen verzichtet.

BANKDRÜCKEN

Da Furnas in der Wettkampfvorbereitung Bankdrücken nur einmal die Woche trainiert, sind alle diese Trainingstage schwer. Er bereitet sich auf Vergleiche mit einer Trainingsphase von 14 Wochen Dauer vor, die sich aus drei Wochen mit Sätzen von 10 Wiederholungen, drei Wochen mit Sätzen von acht, vier Wochen mit Sätzen von fünf, drei Wochen mit Sätzen von drei und einer Woche mit Sätzen von zwei Wiederholungen zusammensetzt. Jede Trainingseinheit umfasst wiederum je zwei Sätze Bankdrücken mit engem und weitem Griff. Mit engem Griff beginnt er in Sätzen von 10 WH bis Woche sieben, wenn er auf fünf WH heruntergeht. Mit weitem Griff macht er Sätze von 10 WH.

KNIEBEUGEN

Furnas enorme Beine stecken voller Kraft. Ich habe ihn eine Kniebeuge mit 440 kg machen sehen (seine offizielle Bestleistung liegt bei 447 kg) und mir kam es vor als hätte er auch 475 kg geschafft.
Bei Kniebeugen macht er nie mehr als fünf WH pro Satz.
Furnas erinnert sich: „Einmal habe ich einen echt harten Satz von fünf WH mit 325 kg gemacht.
Anschließend habe ich zwei Monate pausiert und dann mit 327 kg in fünf WH wieder angefangen.“
In der Wettkampfvorbereitung trainiert er mit Sätzen von fünf und drei WH.
Und immer wenn Furnas die Gewichte im Training zu schwer vorkommen, legt er eine Trainingspause ein. Im Gegensatz zu vielen anderen büßt er dabei kaum oder gar keine Kraft ein. Das ist ein Zeichen für intensives, sehr intensives Training.

KREUZHEBEN

Doug Furnas trainiert Kreuzheben nach dem Kniebeugentraining, und er gesteht, dass Kreuzheben bei ihm eigentlich zu kurz kommt — trotz einer offiziellen Bestleistung von beeindruckenden 377 kg. Er ist als professioneller Catcher so beschäftigt, dass er für einen weiteren Trainingsabend nicht die Zeit hat und somit in einer Trainingseinheit für zwei Disziplinen trainieren muss.

INTUITIVES TRAINING
Der Anfang eines Vorbereitungstrainings ist in Furnas Augen wichtiger als das Ende.
Es hat den Anschein, als würde er wie Magruder den Effekt des Übertrainierens nutzen. Dieser Mann mit einem Körpergewicht von 125 kg geht in keinem seiner Sätze bis an den Punkt des normalen Muskelversagens.
Furnas orientiert sich am Wieder – Instinktprinzip. „Ich weiß, was ich zu tun habe“, sagt er. „Ich weiß, wann ich trainieren muss und wann nicht.“
Aus diesem Grund variiert er seine Trainingseinheiten je nachdem, was ihm sein Körper mitteilt.
Das stärkt außerdem sein Vertrauen in seine Leistungsfähigkeit.
Seine neuen Einsichten hinsichtlich des Trainings haben ihn offensichtlich stärker gemacht.